Deinen ersten Online-Kurs in unter 30 Minuten launchen

Wenn du schon mal versucht hast, einen Online-Kurs aufzusetzen, kennst du das Muster. Du wählst eine Plattform, verbringst sechs Stunden mit der Stripe-Integration, am nächsten Tag kämpfst du mit der Domain, dann noch zwei Tage mit dem Video-Upload — und drei Wochen später hast du immer noch keinen ersten Kunden.

Dieser Leitfaden ist dafür da, diesen Umweg zu überspringen. Ich zeige dir, wie du in unter 30 Minuten deinen ersten funktionierenden Online-Kurs auf audienced aufsetzt — von der Registrierung bis zum Link, den du mit deiner Community teilen kannst.

Es geht nicht um das perfekt polierte Produkt. Es geht um den minimal lebensfähigen Kurs, den du heute noch verkaufen kannst und Modul für Modul verbesserst. So arbeiten die besten Creator, die ich kenne — sie warten nicht auf Perfektion, sie launchen und lernen aus echtem Feedback.

In diesem Leitfaden bekommst du exakt die Schritte, die ich in Demo-Calls mit Creatorn gehe.

Bevor du startest: was du brauchst

Bevor du audienced öffnest, halt das Folgende bereit, damit du nicht mitten im Prozess nach Dateien suchst.

  • Kurstitel — einfach, konkret, im Stil "Wie du [Ergebnis] in [Zeit] erreichst".
  • Kurzbeschreibung (2–3 Sätze) — was der Teilnehmer mitnimmt.
  • Preis — einmalig oder monatlich. Für den ersten Kurs empfehle ich einmalig.
  • 1–3 Video-Lektionen für das erste Modul, Screenshots oder Handyaufnahmen reichen. Politur kommt später.
  • Cover-Bild — irgendetwas im 16:9-Format, Canva-Template reicht.
  • Kurze Autorenbeschreibung — ein Satz: wer du bist und warum du dieses Thema unterrichtest.

Wenn du das hast, bist du genau 30 Minuten vom Launch entfernt.

Schritt 1: Anmeldung und Grundprofil (3 Minuten)

Geh auf create.audienced.io und registriere dich. 14 Tage kostenlos, keine Kreditkarte nötig.

Während des Onboardings wirst du zu ein paar Grundlagen gefragt:

  • Name deiner Plattform (kann auch dein Name sein, z. B. "Ana Novak Akademie").
  • Primärsprache.
  • Währung (EUR).

Diese Einstellungen kannst du später ändern, überleg also nicht zu lange. Wenn du fertig bist, bist du im Admin-Bereich unter deinname.audienced.com.

Schritt 2: Kurs erstellen (5 Minuten)

Klick im linken Menü auf KurseKurs erstellen. Es erscheinen drei Typen:

  • Blank / Online-Kurs — klassisch, Module und Lektionen, der Teilnehmer schaut im eigenen Tempo.
  • Collection / Sammlung — für Fitness-Programme oder Bibliotheken ohne feste Reihenfolge.
  • Drip-Kurs — Inhalte schalten sich zeitlich frei (täglich, wöchentlich).

Für den ersten Kurs nimm Blank. Einfachste und schnellste Variante.

Trage ein:

  • Titel — z. B. "Instagram-Marketing-Basics für Selbstständige".
  • Kurzbeschreibung — die, die du vorbereitet hast.
  • Cover-Bild — per Drag & Drop.
  • Preis — z. B. 49 EUR (einmalig). Im MoR-Modell übernimmt audienced die MwSt. entsprechend dem Kundenland.

Klick Speichern — und du bist im Kurs-Editor.

Schritt 3: Erste Lektionen hochladen (10 Minuten)

Der technischste Teil, und genau deswegen haben wir ihn vereinfacht.

Im Kurs-Editor klick Modul hinzufügen → Name eingeben (z. B. "Modul 1: Basics") → Lektion hinzufügen.

Für jede Lektion wähle den Typ:

  • Video — am häufigsten. Zieh eine MP4- oder MOV-Datei rein. Bunny.net transkodiert im Hintergrund in mehrere Auflösungen, sodass der Kurs auf Handy und Desktop gleich gut läuft.
  • Text — Rich-Text-Editor für Lesematerial, Notizen, Transkripte.
  • PDF — für Anhänge, Worksheets, Rezepte.
  • Audio — wenn du Podcasts oder Meditationen machst.

Während das Video hochlädt (2–10 Minuten je nach Länge) kannst du schon Titel und Beschreibung bearbeiten.

Praktischer Hinweis: Für den ersten Kurs 3 kurze Lektionen (je 5–10 Minuten). Lange 45-Minuten-Videos zu Beginn schrecken Käufer ab und geben dir als Creator weniger Flexibilität bei späteren Updates.

Schritt 4: Checkout und Zahlungen (5 Minuten)

Klick auf Einstellungen des Kurses → Preis & Checkout. Hier:

  • Preis und Währung bestätigen.
  • Zahlungsmodell wählen: Stripe Connect (dein Stripe) oder MoR (audienced übernimmt die MwSt.).
  • Wenn du noch kein Stripe hast, MoR wählen und in 30 Sekunden aktiv sein.

Im Abschnitt Checkout-Seite ist ein Standard-Template mit deinem Titel, Beschreibung, Preis und Zahlungsbutton vorbereitet. Du musst nichts anpassen — es läuft sofort.

Wenn du doch etwas polieren willst, öffne die Vorschau und bearbeite:

  • Die Hero-Überschrift.
  • 3–5 "Das bekommst du"-Bullets.
  • Ein Bild oder ein kurzes Promo-Video.

Schritt 5: Veröffentlichen und teilen (2 Minuten)

Oben rechts auf Veröffentlichen klicken. Der Kursstatus springt von Entwurf auf Veröffentlicht.

Kopiere den öffentlichen Kurs-Link — er sieht etwa so aus: deinname.audienced.com/p/instagram-marketing oder bei eigener Domain deinedomain.com/p/instagram-marketing.

Jetzt hast du eine Verkaufsseite und einen funktionierenden Checkout. Die nächsten Schritte sind einfach:

  • Den Link über eine Link in Bio-Seite in deiner Instagram-Bio teilen.
  • Newsletter an deine Liste schicken.
  • Auf allen eigenen Kanälen posten.

Was, wenn der Inhalt noch nicht fertig ist?

Die häufigste Blockade ist nicht technisch. Sie lautet: "Ich habe den Kurs noch nicht fertig, ich muss erst alle Lektionen aufnehmen."

Das ist die falsche Reihenfolge. Ich empfehle das Pre-Launch-Modell:

  1. Kurs mit Titel, Beschreibung, Preis anlegen — ohne Lektionen.
  2. Einführungspreis aktivieren (z. B. 50 % Rabatt für die ersten 10 Käufer).
  3. Vorverkauf mit einer Woche Frist öffnen.
  4. Erst wenn 5–10 zahlende Käufer da sind, das erste Modul aufnehmen.
  5. Inhalte schrittweise freischalten (Drip-Kurs) — du hast Zeit und Energie für den Feedback-Loop mit den Early Buyers.

Doroteja von Fitmeal Slovenija hat genau diesen Ansatz genutzt und in den ersten Wochen 140+ Verkäufe erzielt.

Typische Fehler beim ersten Kurs

Vor dem Veröffentlichen prüfen, ob du diese vermieden hast.

  • Zu lange Videos. Drei 8-Minuten-Lektionen schlagen eine 24-Minuten-Lektion.
  • Zu viele Module. 3–5 Module beim ersten Kurs sind genug. Ein 20-Modul-Paket wirkt wie ein leeres Versprechen.
  • Zu niedriger Preis. Ein 9-EUR-Kurs signalisiert, dass der Inhalt nichts Besonderes ist. Ziel für den ersten Kurs: 39–79 EUR.
  • Fehlendes Cover-Bild. Ohne Hero-Bild bekommt der Kurs keine Klicks aus Social Media. Canva-Template in 5 Minuten.
  • Unklares Ergebnis. "Du lernst Instagram-Marketing" ist vage. "In 2 Wochen zu deinen ersten 1.000 Followern" ist konkret.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Gewerbe für meinen ersten Kurs?

Nicht zwingend — wenn du das Merchant of Record-Modell nutzt. audienced ist offizieller Verkäufer, du bist Creator. audienced zieht die MwSt. nach EU-Ländern ein, du bekommst monatliche Auszahlung. Für Einsteiger und Creator ohne eigenes Gewerbe ist das der schnellste Weg in den Verkauf. Bei konstant über ~1.500 EUR Monatsumsatz wechseln viele auf eigenes Gewerbe und Stripe Connect.

Wie schnell kommt die erste Zahlung?

Sobald du den Kurs veröffentlicht und den Link geteilt hast, kann die erste Zahlung binnen Minuten eingehen. Creator mit bestehender Base (Instagram, Newsletter) bekommen in den ersten 24 Stunden typischerweise 2–10 Verkäufe, wenn sie den Wert klar kommuniziert haben.

Wie läuft die Rechnungsstellung?

audienced erstellt Rechnungen automatisch für jeden Kauf. Für Kunden im EU-Raum wird die MwSt. je nach Kundenstandort über die Stripe-Tax-Integration berechnet, und die Rechnungen enthalten alle gesetzlich nötigen Angaben.

Kann ich den Kurs später bearbeiten oder Lektionen hinzufügen?

Ja. Der Kurs ist jederzeit editierbar, Module können hinzugefügt, Videos ersetzt werden. Bestehende Käufer sehen Updates automatisch. Beim Drip-Kurs kannst du sogar in späteren Wochen Lektionen ergänzen, ohne Käufer zu verwirren.

Wie viele Lektionen brauche ich für den ersten Kurs?

Minimum 3 Lektionen in 1 Modul. Realistisch: 6–15 Lektionen in 3–5 Modulen. Unter 3 wirkt leer, über 20 schreckt ab.

Kann ich einen Kurs auf Deutsch und Englisch anbieten?

Ja. Die Plattform ist mehrsprachig. Ein einzelner Kurs kann eine Sprachversion haben — oder du legst zwei separate Kurse für zwei Märkte an.

Was, wenn ich Hilfe beim Setup brauche?

Buch einen 30-minütigen Demo-Call — wir gehen deinen konkreten Fall durch und setzen den ersten Kurs live mit dir auf.

Fazit

Der erste Kurs muss nicht perfekt sein. Er muss veröffentlicht sein. Alle erfolgreichen DACH- und EU-Creator, die ich in den letzten Jahren begleitet habe, folgen demselben Muster: Minimal-Version bauen, die ersten 5–20 Käufer holen, deren Feedback hören, dann polieren.

Wenn du bis hierhin gelesen hast, weißt du, dass dich nicht die Technik aufhält. Es ist nur die Entscheidung, anzufangen.

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